Vorbereitung / Training
Das Training gliederte sich in 4 Bereiche:
1. Training auf dem Rad
2. Allgemeines Athletiktraining
3. Gymnastik
4. Wettkampfsimulation
Die Trainingspläne wurden von Sven Riedesel in Zusammenarbeit mit Dr. Christoph Schumacher erstellt.
Das Erreichen der Zwischenziele wurde im Institut für Sportmedizin am Herzzentrum Wuppertal von Dr. Christoph Schumacher durch Leistungsdiagnostiken überprüft.
Einige Bilder der Leistungsdiagnostik im April 2010 sind hier zu sehen.
Robert Moormann über das Training für das Race Around Austria 2011:
„Das Trainingskonzept ist im Grunde einfach. Gefahren wird ausschließlich im Grundlagenbereich. Dieser wurde durch einen Leistungstest ermittelt und im Abstand von 6 Monaten durch weitere Leistungstests kontrolliert. Da Fritz und ich fast identische Ausdauerwerte haben, konnten wir quasi nach den gleichen Vorgaben trainieren.
Angefangen haben wir mit 6 Wochenstunden im Pulsbereich 110-125 Schläge/Minute. Pro Monat wurde das Training um 15 Minuten/Woche ausgedehnt. Da wir sehr zeitig mit der Vorbereitung angefangen haben, kamen wir bis Ende Juli auf 10 Wochenstunden. Das klingt für den ambitionierten Sportler nach relativ wenig Trainingszeit. Da der Puls aber nicht immer im optimalen Bereich ist, benötigt man ca. 13-14 Stunden Gesamttrainingszeit, um auf 10 Stunden im vorgegebenen Bereich zu kommen.
Wir trainierten im Verhältnis „3 zu 1”, d. h. drei Wochen Training, danach eine Woche Ruhe. In der „Ruhewoche” wird 50% des normalen Umfangs trainiert. Sinnvoll ist es, neben dem Radtraining noch Krafttraining, allgemeines Fitnesstraining und viel Gymnastik zu absolvieren. In den Wintermonaten klappte das sehr gut. Im Sommer bin ich dann nur noch Rad gefahren.
Eine normale Trainingswoche sah in etwa so aus:
Montag: Ruhetag
Dienstag:
Der Arbeitsweg wird zum Training genutzt. Dies ermöglichte mir morgens 1-1,5 Stunden und nachmittags 2 Stunden Radtraining. Dieses Training findet auf flachen Strecken mit hoher Trittfrequenz statt.
Mittwoch: Ruhetag
Donnerstag:
genau wie dienstags, mit dem Rad zur Arbeit und zurück, flache Strecke, hohe Trittfrequenz
Freitag:
Um 22:00 Uhr geht es für 2 Stunden in die umliegenden Hügel. Dies trainiert die Kraftausdauer, es wird alles im 13. Gang mit ruhigem Puls gefahren.
Samstag oder Sonntag:
4 Stunden im Bergischen Land „einen Anstieg nach dem anderen“, wiederum mit schwerem Gang und ruhigem Puls für die Kraftausdauer.
Das schwerste an diesem Training ist der Verzicht auf Tempo. Für das Rennen wird ausschließlich auf Ausdauer gesetzt. „Tempo bolzen“ treibt nur den Puls hoch und kostet Kraft. Gerade damit müssen wir aber in Österreich sehr gut haushalten, denn ein solches Langdistanzrennen mit zudem teilweise extremen Anstiegen wird nicht am ersten Tag
gewonnen. Wenn man zu Beginn zu schnell angeht, kann schon alles verloren werden.”
Seit 2010 wurden mehrere Trainingsfahrten und Radrennen über längere Strecken absolviert:
Juni 2011:
Testfahrt auf einer Teilstrecke des Race Around Austria
Bericht »
September 2010:
Trainingsfahrt von Rothenburg o. d. Tauber nach Berlin
Bericht »
2-Tages-Fahrt durch Belgien und die Niederlande
Bericht »
August 2010:
Das Campana RAAM-Team (Vorgänger des Teams Campana HYDRO-POWER) nimmt am Radrennen „RAD am RING” teil.
Bericht »
Juni 2010:
Trainingsfahrt Leverkusen-Paris-Leverkusen
Bericht »
Mai 2010:
Radrennen „Velotour” in Frankfurt
Bericht von Robert Moormann »
Bericht von Martin Czernik »
Tagesfahrt durch die Niederlande
Bericht »
April 2010:
Radrennen „Rund um Köln”
Bericht »


