12.09.2010

"Zum Kaffee trinken nach Holland" - Robert und Fritz durch Belgien und die Niederlande

Sonnenuntergang Oosterdam
Sonnenuntergang Oosterdam

Bericht von Robert Moormann

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Tag 1,

Start: Freitag morgen 7:30 Uhr

 

Über den ersten Tag gibt es nicht viel zu sagen, außer – Belgien entlang der niederländischen Grenze ist sowas von häßlich, die Straßen und Radwege sind schlecht, und überhaupt – da fahre ich nie wieder hin.

Eine schöne, abwechslungsreiche Landschaft hatten wir also schon mal nicht. Bis auf die letzten 40km in Holland – die waren toll.

 

Das Radfahren lief bei uns beiden sehr gut, von Anfang an. Vorbei an den riesigen Baggern vom Tagebau Gartzweiler war geplant, bei Jülich auf den Rur-Radweg zu fahren und diesem bis Roermond zu folgen. Der Radweg ist aber nicht asphaltiert! Also fuhren wir auf der Straße weiter. In Roermond (km 115) machten wir 5min. Pause, füllten die Flaschen auf - und weiter ging‘s ins nun ungeliebte Belgien (s. o.).

 

Mit der Einfahrt in die Niederlande änderte sich auch die Landschaft. Der Himmel riss auf und mit einem schönen Sonnenuntergang auf dem Oosterdam bei Bergen op Zoom gingen wir auf die letzten 30km.

 

Fazit des ersten Tages: Nach 5-6 Stunden fängt der Hintern an weh zu tun und Fritz‘ Achillessehne zwickte ordentlich. Das Radfahren passte bei uns beiden. Mit einem 29,4er Schnitt auf 335km waren wir schnell unterwegs. Und wenn wir nicht zum Navigieren und Orientieren und an den ganzen Ampeln hätten anhalten müssen – wir wären über einen 30er Schnitt gekommen. Und das bei ruhigem Puls um 130 bpm.

 

Tag 2, Start: Samstag morgen 9:00 Uhr

 

Für die Rückfahrt hatten wir uns am Vorabend natürlich noch eine andere Route rausgesucht. Über Zevenbergen, Oosterhout, Tilburg und Eindhoven sollte es nach Kessel an der Maas gehen. Leider zwickte die Sehne von Fritz immer noch. Nach 35km entschied er deshalb, mit dem Zug nach Hause zu fahren. Was doppelt schade war, 1. weil ich jetzt allein war, und 2. weil die schöne Strecke auch ihn für den Vortag entschädigt hätte.

 

Und die Strecke war wirklich toll. Immer den Wilhelminakanal entlang bis Eindhoven, von da meist über kleine Straßen (super beschildert) bis nach Kessel. Dort mit einer Fähre über die Maas. Dahinter auf Waldwegen am NATO-Hauptquartier bei Mönchengladbach vorbei. Durch den (schlecht beschilderten) Rheinkreis Neuss bis zum Kloster Knechtsteden. Und von da auf bekannten Wegen bis nach Hause.

 

Fazit des zweiten Tages: Die Niederlande sind wesentlich schöner als Belgien und wesentlich besser ausgeschildert als der Neusser Kreis.

 

Mit einem 28,5er Schnitt auf 280km, teils mit Gegenwind, komplett allein gefahren, bin ich mehr als zufrieden.

 

Tag 3, Ruhetag

 

Wir haben gut geschlafen. Fritz Sehne badet in Quark. Beide sind wir körperlich nicht ausgelaugt. Ein bischen müde, aber nicht platt. Mein vorderer Oberschenkelmuskel wird morgen wohl einen Kater haben – aber sonst geht es mir gut.

 

Zum Kaffeetrinken nach Holland und am nächsten Tag zurück. Geht – und lohnt!

 

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