13.06.2010
Sternfahrt Leverkusen-Paris-Leverkusen des Campana RAAM-Teams am 8./9.6.2010
Bericht von Martin Czernik
Bilder zur Fahrt in der Bildergalerie.
Das Campana-RAAM-Team, bestehend aus 4 den Radfahrern Thomas Köhns, Guido Hopfenheit, Robert Moormann und Martin Czernik sowie 2 Betreuern (Navigation) Rainer Hergarten und Karl-Heinz Fischer ist vom 7. bis 9. Juni zu einer Sternfahrt von Leverkusen nach Paris und zurück gestartet.
Die Entfernung von ca. 520km pro Strecke mit ca. 3750 Höhenmetern, wobei der höchste Anstieg ca. 14% Steigung hatte, konnte auf dem Hinweg in 20h zurückgelegt werden. Es wurde stündlich gewechselt, also alternierend gefahren.
Start war Montag, der 7. Juni, um 20:30h in Leverkusen. Zuerst wurde Köln über Worringen nach Rommerskirchen umfahren, dann durch den schönen Kreis Düren, an Aachen vorbei und nach 105km bei Eynatten über die deutsch-belgische Grenze. Die Nacht war mittlerweile hereingebrochen, so dass wir ungehindert über Nebenstraßen durch Belgien fahren konnten.
Leider konnten wir bei der Planung der Strecke über Nebenstraßen nicht vorher erfahren, an welchen Punkten uns Straßensperrungen aufgrund von Baustellen den Weg versperrten. Dies geschah nachts, wir mussten einen Umweg von ca. 30km in Kauf nehmen.
Im gesamten Streckenverlauf mussten wir 4 gesperrte Straßen umfahren. Zweimal ist es uns gelungen durch gutes Kartenmaterial die Umgehung schnell zu finden und zweimal haben wir jeweils ca. 1h verloren, da wir nicht sofort die passende Strecke zur Rückführung auf unsere ursprüngliche Route fanden.
Kurz vor dem Morgengrauen durften Thomas und ich noch eine Regendusche auf dem Rennrad genießen. Zum Glück wurde das Wetter schnell wieder besser, je näher wir uns der belgisch-französischen Grenze näherten.
Die Ardennen konnten wir dann in den Morgenstunden passieren, um dann bei Kilometer 285 in Eppe-Sauvage die belgisch-französische Grenze zu überqueren. Mit dem Tageslicht kam auch das Erwachen der Muskulatur zurück und frischer Gegenwind auf dem Weg durch Frankreichs schöne Landschaft.
Um 16:30h hatten wir dann die Vororte von Paris erreicht und uns entschlossen, einen Kaffee zu uns zu nehmen, um dann mit dem Auto in das Stadtzentrum zu gelangen. Dort angekommen haben wir mit dem Rennrad den Arc de Triumphe passiert, danach den Champs Elysee hinunter zum Eifelturm und sind nach ein paar Beweisfotos wieder zurück zu unserem Betreuerfahrzeug geradelt.
Für die Hinfahrt haben wir mit Wechselzeiten und trotz Wegfindungsproblemen bei Straßensperrungen ca. 20h benötigt.
Nachdem wir dann in Paris unsere Lebensmittelvorräte aufgefrischt hatten, haben wir ab 19:30h unsere Rückfahrt angetreten. Für die Hinfahrt hatten wir einen GPS-Navigator verwendet, welcher auch die zurückgelegte Strecke aufgezeichnet hatte, so dass wir jetzt die gleiche Strecke zurückfahren konnten.
In die Nacht hinein durchfuhren wir problemlos Frankreichs Dörfer und passierten die französisch-belgische Grenze. Mit dem Aufgang der Sonne hatten wir die ersten beiden Fahrradpannen - mein Vorderrad war platt und an Thomas' Hinterrad hat sich der Mantel abgelöst. Die letzten Stunden durch Belgien hat sich dann ein erst schwacher bis später starker Regen ergossen.
Leider mussten wir auch auf dem Rückweg wieder 2 Straßensperrungen ausweichen, wodurch ein weiterer Verlust von 1h auftrat, bis wir wieder auf der ursprünglichen Route fahren konnten. Vormittags haben wir dann die belgisch-deutsche Grenze passiert und den Regen hinter uns gelassen.
Die letzten Stunden konnte alle Fahrer noch mal zulegen, so dass wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 30km/h für die Gesamtstrecke erreichten.
Das Fazit ist sehr positiv, wir hatten zwar wenig Platz im Transporter, die Luft war durch die zum trocknen aufgehängten Kleidungsstücke ähnlich einem Pumakäfig, das Umziehen auf 0,25 Quadratmeter und kurze Stopps bei Radfahrerwechsel behinderten uns zwar ein wenig, dennoch war die Stimmung im Team sehr positiv.
Die Navigation mit unseren Betreuern Kalle und Rainer hat sehr gut geklappt. Das Wetter war bis auf etwas Regen sehr schön. Die sehr schöne Strecke und fast keine Ampeln kamen unserem Geschwindigkeitsschnitt sehr entgegen. Auch das Radfahren hat bei allen 4 Sportlern bis zum Ende reibungslos funktioniert.


