02.05.2010
"Nass und dreckig": Robert, Martin und Thomas bei der Velotour
Velotour Frankfurt am 01.05.2010,
103km, 1150 Höhenmeter
Bericht von Robert Moormann
Bilder zum Rennen in der Bildergalerie.
Wir sind entsprechend der bei vorherigen Rennen gefahrenen Zeiten in Startboxen aufgeteilt worden. Aber das funktioniert überhaupt nicht. Alle Gitter werden fast zeitgleich geöffnet. Ein riesiger Pulk steht vor mir und Thomas vor dem Start. Martin sollte eigentlich hinter uns stehen, steht aber vor uns. Egal...
Start Punkt 9:00 Uhr. Ein riesiger Pulk macht sich auf den Weg. Fahrer der 43/70 und der 103km Runde starten alle zusammen. Pünktlich zum Start fängt es an zu regnen.
Bis der Pulk in Fahrt kommt ist das Tempo moderat, danach geht es wieder richtig zur Sache. Die Strecke nach Frankfurt hinein ist nass und kurvenreich, das Tempo trotzdem hoch. Durch Frankfurt ist die Strecke absolut abartig: nass, kurvig, einige Baustellen, Zebrastreifen und viele Straßenbahnschienen. Es kommt zu sehr vielen Stürzen. Thomas ist schon wieder nach vorn weg. Martin haben wir kurz vor Frankfurt überholt.
Die ganzen Störungen und die ewigen Kurven erfordern jedes Mal ein kräftezehrendes Beschleunigen, um den Anschluss an die Gruppe nicht zu verlieren. Kurz vor dem Feldberg steht ein 41er Schnitt auf meinem Tacho. Und dann kommt er: Der Feldberg mit seiner langen Auffahrt, ca. 22-25 km lang. Eigentlich mit einer moderaten Steigung, aber es läuft nicht. Die Beinmuskulatur ist hart und ohne Kraft. Ziemlich früh überholt mich Martin und zieht mit seiner Gruppe weg. Ich versuche erst gar nicht dranzubleiben.
In der Mitte wird die Steigung etwas flacher. Ich schalte hoch, fahre eine Weile im Stehen. Von da an läuft es etwas besser. Ich kann an einer Gruppe dranbleiben. Endlich oben und rein in die Abfahrt. Schön lang, aber leider auch nass. Es regnet immer noch und es gibt einige Spitzkehren. Trotzdem ist das Tempo hoch.
Im anschließenden Tal kann ich komischerweise ordentlich Druck machen und locker mit einer schnellen Gruppe durchs Tal rasen. Aber es folgen noch ein paar kleinere Anstiege und Kuppen, an denen ich jedes Mal kraftlos zurückfalle. Der schlimmste Anstieg für mich ist nicht lang und auch nicht besonders steil, trotzdem fahre ich mit gerade mal 6-8 km/h den Hügel rauf. Null Kraft am Berg…
Bei KM 70 ist es gänzlich um mich geschehen. An jedem noch so kleinen Hügel verliere ich den Anschluss an die Gruppe und reihe mich im anschließenden Flachstück in die nachfolgende ein. Nur um diese dann am nächsten Hubbel wieder zu verlieren. Die letzten 10km fahre ich mehr oder weniger alleine bis ins Ziel.
Dort warten Thomas und Martin, die beide sehr gut ins Ziel gekommen sind. Thomas als 20. in 2:45 Std., Martin als 67. in 2:52 Std. in der "Masters 2 Wertung". Gratulation den beiden für ihre starken Leistungen! Für mich hat es mit einer Zeit von 3:01 Std. immerhin noch zum 147. Platz gereicht.
Fazit:
Die Strecke war im Nassen saugefährlich. Wegen der ersten 30km durch Frankfurt finde ich sie auch nicht sonderlich schön. „Rund um Köln“ ist schöner.
Und ich bin noch nie, wirklich noch nie von so vielen Leuten während eines Rennens überholt worden. Trotzdem war es irgendwie wieder klasse. War halt nur nicht mein Tag - beziehungsweise der meiner Beine.
Gesamtergebnis der Wertungsklasse Masters 2:


